Freitag, 18. Mai 2012

Türkei Teil 3

Heute kommt nun der Bericht über meine Ausflüge.

Von meinem Reiseanbieter (5 vor Flug -FTI) gab es zahlreiche Ausflüge, die man Vorort bei der Reiseleitung buchen konnte.

Ich hatte mich für für eine Ausflugspaket entschieden. In diesem Paket war ein Ausflug nach Antalya und ein Aufenthalt ins Hamam inkl. 20 Minuten Massage dabei.
Zusammen hat es im Hotel 22 Euro gekostet. Der gleiche Ausflug wurde mir gebreits auf dem Transfer zum Hotel für 19 Euro angeboten. Gleich nach der Landung wollte ich mir allerdings keinen Ausflug "aufschwatzen" lassen. Zumal viele 5 Sterne Hotels einen Transfer vom Hotel nach Antalya als Hotelservice anbieten.

Nachdem mein Hotel diesen Service nicht anbot und ich mich die Fahrt mit dem Dolmus mit Umsteigen bis Antalya nicht getraut habe, habe ich mich doch für den Ausflug entschieden.
Der Ausflug nach Antalya hätte alleine 15 Euro gekostet, der Ausflug ins Hamam 29 Euro und zusammen, kostete es 22 Euro. Da war klar, dass ich das Hamam auch mitnehme :-)

Ausflug Antalya:

Der Ausflug nach Antalya hieß "Shoppingmania". Man kann diesen Ausflug auch als "Kaffeefahrt" bezeichnen, allerdings gab es keine Heizdecken, sondern Schmuck und Leder.

Wir wurden um 8.20 Uhr vor dem Hotel abgeholt. Die Reiseleitung sprach perfekt Deutsch.
Wir wurden dann in eine Schmuckfabrik gebracht, nach einer kurzen Einführung über Gold und türkische Schmuckherstellung wurden wir in einen Verkaufsraum gebracht und die Türen geschlossen. Kaum waren die Türen geschlossen, schossen auch schon mindestens 20 Verkäufer auf uns zu. Und wollten fleißig ihren Schmuck an den Mann / die Frau bringen.
Ich habe da drin echt Panik bekommen, ich wollte nichts kaufen, aber gucken wollte ich. Kaum hat man länger als 2 Sekunden auf ein Schmuckstück geschaut, stand ein Verkäufer neben einem. Ich habe noch nie so oft NEIN in meinem Leben in so kurzer Zeit gesagt.
Ich habe mich dann relativ bald geoutet, dass ich keinen Goldschmuck trage, worauf einer der Verkäufer mir die Silberschmuckabteilung in der Nähe des Ausgangs empfahl.
AUSGANG??? Ja, da will ich hin!!!
Der Verkäufer führte mich dann dort hin, worauf er sich bei zig anderen Verkäufern erklären musste, warum er mit mir bereits jetzt schon Richtung Ausgang ginge. Schließlich hätte ich ja noch nichts gekauft.
HILFE!!!
Ich war mächtig froh, als ich wieder draußen war.

Draußen angekommen, sprach ich mit zwei anderen aus meinem Hotel und berichtete über mein Unbehagen.

Dann gib es weiter mit dem Bus zum Lederhersteller. Dort fast das gleiche in Grün, nur dass es nicht ganz so viele Verkäufer waren und der Ausgang ausgeschildert war.
Die beiden aus meinem Hotel waren soooo lieb und halfen mir diesmal, relativ schnell wieder aus dem Laden rauszukommen und mir die Verkäufer vom Leib zu halten.

Nach diesem für mich absolut schrecklichen Vormittag wurden wir zu einem Wasserfall in Lara gebracht.





Nach diesem kurzen Fotostop am Wasserfall ging es zu Mittagessen, welches auch im Preis inbegriffen war.

Das Essen war sehr lecker und bestand aus verschieden türkischen Vorspeisen, einer Hautspeise und einer türkischen Nachspeise.

Nach dem Essen ging es weiter nach Antalya. Der Aufenthalt in Antalya von 2 Stunden war mir allerdings viel zu kurz. Bei diesem Ausflug bekommt man einen kleine Überblick, wenn man sich aber die Altstadt in Ruhe ansehen möchte, ist dies Zeit viel zu kurz.




In Antalya bin ich auch kurz über den Basar gegangen. Laut Reiseleitung kaufen dort auch die Einheimischen ein, was ich allerdings nicht glaube.

Bei dem Händler für Gewürze und Tee wurde mir eine eigene Teemischung empfohlen, die ich auch gleich probieren durfte. Es handelt sich um ein Pulver, welches der Händler selber zusammen rührt. Es soll gut bei Erkältung helfen.
Dieses Pulver wird in heißes Wasser gerüht und enthält irgendwie alles was bei Erkältung und Fieber helfen soll. Es riecht stark nach Eukalyptus und Pfefferminz.
Ich habe ja erst nicht dran geglaubt, aber nach dem ich es probiert habe, war ich überzeugt. Ich fing bereits nach den ersten Schlucken stark an zu schwitzen. Ich glaube, wenn eine Erkältung im Anflug ist, kann man dank diesem Pulver alles in kürzester Zeit rausschwitzen, alla Wickmedinight, nur in Pulverform.
Von diesem Pulver habe ich dann eine ganze Menge gekauft.

Ausflug Hamam:

Wer noch nie in einem Hamam war, sollte diese in der Türkei unbedingt tun.

Unser Ausflug hat ca. 3 Stunden gedauert.

Im Hamam angekommen, zieht man sich in der Umkleidekabine seinen Bikini an, das türkische Bad wird nicht wie die deutsche Sauna nackt besucht.  Als Saunatuch bekommt man ein Hamamtuch, das ist  ein recht dünnes Baumwolltuch, welches man auch immer häufiger in den deutschen Saunen sieht.

Der Hamamaufenthalt beginnt mit meinem Gang in die Sauna, in der die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist, von der Temperatur würde ich diese Sauna auf ca. 80 C schätzen. Männer und Frauen werden dort strickt getrennt. Jedes Geschlecht hat somit seine eigene Sauna.
Nachdem man ordentlich vorgeschwitzt hat und die Poren offen sind, wird man in ein Dampfbad gebracht. Dort wartet man, bis ein Platz im eigentlich Hamam frei ist.

Im Hamam ist alles mit Marmor ausgelegt und die Steinliegen sind mollig warm geheizt. Als Unterlage legt man sein Baumwolltuch unter sich und zieht das Bikinioberteil aus. Wenn man dann auf dem Bauch liegt, wird lauwarmes Wasser über einen gegossen. Dann wird man komplett mit einem Hamampeelinghandschuh abgerieben. Diese Handschuhe sind dem Kissmee Handschuh sehr ähnlich, allerdings ist das Gewebe noch feiner. Bei meinen Shoppingausflügen habe ich allerdings gesehen, dass es sie in verschiedenen Stärken gibt.
Nachdem ich von allen Seiten ordentlich abgerieben wurde, wurde ich wieder mit Wasser abgespült. Wenn es der Frau, die die Anwendung macht, ebenfalls zu heiß wird, gießt sie auch Wasser über sich ;-)
Dann tauchte sie ein großes Tuch in eine Schüssel und als sie es abstreifte, bildete sich dieser Schaumberg, den man von vielen Hamambilder kennt. Mit dem Schaumberg wird man dann bedeckt und im Rahmen einer Massage gewaschen. Sie waschen einem sogar die Haare.
Danach wird der Schaum wieder abgespült und man kann sich sein Bikinioberteil wieder anziehen.
Den Peelinghandschuh bekamen wir geschenkt. Mein weiser  Handschuh war nach der Behandlung etwas braun, obwohl ich regelmäßig in die Sauna gehe und regelmäßig meinen Körper peele, hat diese Anwendung wohl noch mehr aus den Poren rausbekommen, als ich mit meinen Methoden geschafft hatte.

Dann wurden wir zu einem Pool mit Liegen gebracht, wo wir uns ausruhen und schwimmen konnten. Von dort wurden wir dann zur Massage abgeholt. Eine 20 Minuten Massage war im Preis inbegriffen. Uns wurde für 25 Euro aber auch eine 40 Massage angeboten. Die wir Anfangs ablehnten. Nach 5 Minuten kam die Dame, die uns betreute, zurück und bot uns die gleich Massage für 20 Euro an.
Da haben wir dann zugesagt :-). Wir waren auch die einzigen beiden, die nur 20 Euro bezahlt haben.
Es gab aber noch zig andere Massagen, die man hätte zubuchen können.

Die Massage war super angenehm, er handelt sich um eine Ganzkörpermassage inkl. Fussreflexzonen, Gesichts und Bauch  Massage, die Darmverklebungen lösen soll.

Nach 40 Minuten Massage ging es dann wieder auf die Liegen am Pool, dort bekam dann jeder noch eine Gesichts Maske.
Man konnte auswählen zwischen einer Algen-, Honig- oder Schokomaske. Da wir von der Sonne etwas rot waren, wurde uns die Algenmaske empfohlen, um die Haut wieder zu beruhigen. Wir lagen dann wie grün gesichtige Aliens auf der Liege :-), die anderen aus der Gruppe entschieden sich für die Schokomaske, und eines der niederländigen Mädchen wischte sich mit dem Finger übers Gesicht und schleckte es dann ab :-)
Nach einiger Zeit wurde unsere Gesichtsmaske so hart, dass wir kaum das Gesicht bewegen, geschweige denn reden konnten.
Wir wurden dann zur Dusche gebracht, um die Maske wieder abzuwaschen, was gar nicht einfach war.

Dann durften wir noch einmal uns auf den Liegen ausruhen, und nachdem unsere Gruppe fertig war, wurden wir wieder ins Hotel gebracht.

Eure Angelina

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